Wenn eine Umfrage mehr sein soll als eine Sammlung von Antworten
Beratung, Redaktion
Für die ASSITEJ Deutschland begleite ich aktuell die Abschlusskommunikation des Förderprogramms FAIR P(L)AY. Ein wichtiger Teil davon ist eine bundesweite Umfrage zur aktuellen Arbeits- und Finanzierungssituation in den Darstellenden Künsten für junges Publikum.
Diese Umfrage ist sehr wichtig, weil es für kultur- und bildungspolitische Gespräche nicht reicht zu sagen: Die Lage ist schwierig und so geht es nicht weiter. Es braucht belastbare Zahlen und Beispiele. Wie werden die vielen verschiedenen Strukturen und Akteur*innen finanziert? Können Honorare gezahlt werden, von denen man wirklich den Lebensunterhalt bestreiten kann? Welche Arbeit bleibt unbezahlt? Wo fehlt Planungssicherheit? Und was müsste sich verändern, damit faire Bezahlung dauerhaft möglich wird?
Nur klare Fragen, ergeben sinnvolle Antworten
Der erste Entwurf des Fragebogens enthielt bereits viele wichtige Themen. Meine Aufgabe war vor allem der Blick von außen: Was ist für die Teilnehmenden verständlich? Was ist zu kompliziert? Welche Fragen bauen logisch aufeinander auf? Wo braucht es Filter, damit nicht alle alles beantworten müssen? Und welche Antworten helfen am Ende allen Beteiligten tatsächlich weiter?
Dazu gehört auch, komplexe Verwaltungssprache in klare, zugängliche Fragen zu übersetzen – ohne Inhalte zu vereinfachen. Und den Fragebogen so aufzubauen, dass aus vielen Einzelantworten später nachvollziehbare Aussagen und Argumente entstehen können.
Besonders wichtig war uns außerdem: Die Befragung richtet sich nicht nur an diejenigen, die durch FAIR P(L)AY gefördert wurden oder Mitglied bereits der ASSITEJ sind, sondern an alle, die Darstellende Künste für junges Publikum machen. Egal ob sie in großen städtischen Bühnen für junges Publikum arbeiten, oder als selbstständige Einzelkämpfer*innen bundesweit ländliche Gegenden bespielen. Nur so kann sichtbar werden, was zusätzliche – oder ausbleibende – Förderung bewirkt.
Was die Zusammenarbeit besonders angenehm macht: ein Auftraggeber, der offen für Diskussionen ist, Kritik zulässt und wirklich wissen will, was funktioniert und was verbessert werden kann. Das ist bei solchen Prozessen viel wert.
Wie geht es nach der Umfrage weiter?
Die Ergebnisse der Umfrage verschwinden später nicht in der Schublade, sondern werden für die weitere kulturpolitische Arbeit aufbereitet und auch der Szene selbst zur Verfügung gestellt.
Genau das ist für mich gute Kommunikation: zuhören, sortieren, verständlich machen – und dafür sorgen, dass aus Informationen etwas Sinnvolles entsteht.
Für alle professionellen Akteur*innen in den Darstellenden Künsten für junges Publikum geht es hier zur anonymen Umfrage: Bis zum 25. Oktober 2026 teilnehmen!
Barrierefreiheit, Beratung
„Ich weiß gern, was mich erwartet“: Zugänglichkeit beginnt vor der Veranstaltung
Ein Theaterabend, ein Workshop, eine Tagung: Ich kann mich auf etwas freuen und trotzdem vorher wissen wollen, wie es dort zugeht. Wie sieht der Raum aus? Wie lange dauert die Veranstaltung? Gibt es eine Pause? Muss ich mich beteiligen? Und kann ich zwischendurch rausgehen? Das nimmt der Veranstaltung nichts von ihrer Spannung. Es hilft mir,…
Beratung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media, Website, Workshop
Workshops, die im Alltag wirklich weiterhelfen
Pressearbeit, Social Media, Website, SEO: Für Selbstständige, kleine Unternehmen, Vereine oder Künstler*innen gehören diese Aufgaben zum Alltag, ohne dafür eine eigene Kommunikationsabteilung zu haben. Oft landen die Aufgaben deshalb bei Menschen, die eigentlich etwas ganz anderes machen sollen. Sie schreiben nebenbei Pressemitteilungen, überlegen, was sie auf Instagram posten könnten, aktualisieren die Website oder fragen sich,…
Praktische Dokumentvorlage für die Einwilligung zu Kinderfotos
Einfach zu verstehen und schnell anzupassen: Mit dieser einfachen Vorlage können Sie sich absichern, wenn Kinder und Jugendliche fotografiert werden sollen.
Es gibt Organisationen, die kommunizieren zu wenig. Viel häufiger begegne ich allerdings welchen, die ziemlich viel machen. Sie posten. Sie verschicken Newsletter. Sie pflegen ihre Website. Sie schreiben Pressemitteilungen. Sie sitzen in Redaktionsrunden. Sie diskutieren über LinkedIn, Instagram oder TikTok. Und irgendwann entsteht dieses diffuse Gefühl: Wir tun ständig etwas – aber bringt uns das…
Sichtbar werden: Ein Workshop für die eigene Internetpräsenz
Wer schon einmal versucht hat, „mal eben“ die eigene Website zu überarbeiten, kennt das Gefühl: Man öffnet das Content-Management-System mit guten Vorsätzen – und schließt es zwei Stunden später wieder, ohne dass sich sichtbar etwas verändert hätte. Zu groß die Aufgabe, zu unklar der erste Schritt, zu viele Plattformen, die alle gleichzeitig bespielt werden wollen.…
Viele Kulturinstitutionen investieren viel Zeit (und Geld) in ihr Programm – und oft erst danach in die Kommunikation. Das ist verständlich. Schließlich müssen Pressemitteilungen geschrieben, Social-Media-Beiträge veröffentlicht und Veranstaltungen beworben werden. Kommunikation wird dabei häufig als Mittel zum Bewerben des Programms verstanden. Ich glaube, dass sie viel mehr sein kann.
In der Barrierefreiheit für Besucher*innen von Theatern ist in den letzten Jahren schon einiges bewegt worden, auch wenn der aktuelle Zustand immer noch nicht zufriedenstellend ist. Doch wenn wir wirkliche Inklusion erreichen wollen, müssen auch die Ensembles und die Bühnen für behinderte Menschen geöffnet werden. Wie das gelingen kann und warum (auch hier) der gesamte…
Barrierefreiheit, Beratung, Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
„Willkommen ist, was kommen will“
Mit diesem Zitat aus „Leichter Gesang“ vom Deutschen Theater Berlin eröffnet die taz den Bericht über das „inkl. - Festival für Theater, Tanz und Performance“ am vergangenen Wochenende.
Barrierefreiheit, Beratung, Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
inkl. Festival
Die Kulturstiftung des Bundes fördert im pik-Mentoring-Programm für Disabled Leadership in den vergangenen zwei Jahren 45 Künstler*innen und Kulturmacher*innen. Nun findet im Herbst 2025 erstmalig ein Festival mit Geförderten statt, das sich kein Theatermensch entgehen lassen sollte.
Beratung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Website
#BerlinIstKultur
Die Idee: Alle Kulturakteur*innen der Stadt sollen gemeinsam agieren und sich nicht gegeneinander ausspielen lassen. Die Domain ist gesichert und ein Aktionstag für den 16. Oktober (also gleich!) geplant. Am 6. Oktober war die Seite soweit gestaltet und mit Inhalt gefüllt, dass sie online gehen konnte.
Beratung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Social Media
#EineFürAlle
Die für mich fünfte Spielzeit an der Komischen Oper Berlin hat begonnen und ich freue mich sehr auf alles, was kommt! Als Freiberuflerin unterstütze ich die Kommunikationsabteilung im Bereich Social Media und übernehme die Pressearbeit für...
Nach der digitalen Ausgabe des Festivals 2021, freut sich das Team auf ein Festival in Präsenz im Frühjahr 2023 im frisch fertiggestellten Theater STRAHL am Ostkreuz. Wir waren für alle Printprodukte (Magazin, diverse Flyer, Plakate) und den Website Blog verantwortlich, die Merchandising Artikel und die Social Media Aktivitäten. augenblickmal.de
Wenn ich in meinen Beratungen und Coachings über TikTok spreche, höre ich oft: „Noch eine Plattform brauchen wir wirklich nicht“ oder „Hab ich mal reingeguckt, ist mir zu viel, machen wir nicht“ und vor allem „Ach, das ist ja nur für junge Leute“. Ja, TikTok ist schnell, es ist voller Reize und es kann unfassbar…
In der Planungsphase waren die Theater wieder geöffnet. Doch dann zeichnet sich im Januar 2021 der nächste Lockdown an. Innerhalb kurzer Zeit wurde das komplette Programm auf digitale Versionen der Stücke umgearbeitet und für das Festivalgefühl entstand eine virtuelle Plattform für gemeinsame Theaterbesuche auf gather.com. Als Marketingleitung waren wir für alle Drucksachen, Publikationen und Merchandising…
Im Frühjahr 2020 war plötzlich alles anders: Theater geschlossen, Veranstaltungen abgesagt, Kommunikation fast ausschließlich digital. Gleichzeitig entstanden in kürzester Zeit unzählige neue Online-Formate und viele Kulturinstitutionen mussten sehr schnell überlegen, wie sie mit ihrem Publikum in Kontakt bleiben können. Im Rahmen der „Woche für nicht-infektiöse Begegnungsformate“ der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft war ich als Expertin für…
Ein Theater mitten in der Spielzeit plötzlich schließen zu müssen, ist das Schlimmste, das passieren kann. Um weiter mit dem treuen Publikum in Kontakt zu bleiben, hat sich das GRIPS Theater Berlin entschieden, eine umfangreiche WordPress-Seite in Auftrag zu geben. Innerhalb von zwei Wochen entwickelten wir das Konzept und bauten die Seite, die bis heute…
#flattenthecurve, die Eindämmung der Neuansteckungen ist das Gebot der Stunde. Kulturinstitutionen schließen, weitere öffentliche Institutionen werden in Kürze folgen. Für die Kultur mit ihren komplexen Strukturen aus privaten Trägern, öffentlicher Förderung und Sponsoringzuschüssen mit Festangestellten und vielen freien Mitarbeitern ist dies schon jetzt ein finanzieller Kraftakt, der unmittelbar an die Substanz geht. Auch wenn es…