Wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, kennt das Problem: Wie holen wir die Zustimmung der Eltern für Fotos ein, die wir zum Beispiel für unsere Pressearbeit oder Website benötigen? Bei Veranstaltungen, Theaterprojekten, Workshops oder Festivals braucht es eine Lösung, die im Arbeitsalltag funktioniert – ohne mehrere Seiten mit fremdwortgespickter Textwüste.
Deshalb stelle ich hier eine kompakte Vorlage für eine Einverständniserklärung zur Verfügung. Sie unterscheidet zwischen vier Nutzungsbereichen:
- Pressearbeit
- Website
- Social Media
- Dokumentation gegenüber Fördermittelgebenden
Das ist mir wichtig, weil jede Nutzung andere Konsequenzen nach sich zieht und Eltern möglichst klar entscheiden können sollten, womit sie einverstanden sind.
Die Vorlage ist bewusst allgemein gehalten und muss für das jeweilige Projekt angepasst werden: Name und Kontaktdaten der verantwortlichen Organisation, Projektbezeichnung, Benennung der einzelnen Social-Media-Kanäle, Datenschutzinformationen und gegebenenfalls weitere Nutzungsarten.
Wenn sich Presse angekündigt hat, kann die Erklärung um eine zusätzliche Einwilligung für Interviews, Tonaufnahmen oder TV-Aufzeichnungen ergänzt werden. Pressevertreter*innen setzen voraus, dass die Einverständniserklärungen im Vorfeld eingeholt wurden – Medien können diese Arbeit nicht leisten und sollten auch keinen Zugriff auf die Daten haben. Sie sind aber auf das Einverständnis angewiesen.
Auch wenn es selbstverständlich sein sollte: niemand sollte in unangenehmen Situationen gezeigt oder bloßgestellt werden. Um Kindern und Jugendlichen die Angst davor zu nehmen, stelle ich mich zu Beginn einer Fotosession immer kurz vor und sage klar, dass niemals ein Bild irgendwo auftauchen wird, mit dem sie sich nicht wohlfühlen würden. Dadurch fühlen sie sich schnell weniger gehemmt und es entstehen natürlichere Aufnahmen. Außerdem dürfen Kinder und Jugendliche im Projekt in keiner Weise benachteiligt werden, wenn keine Einverständniserklärung vorliegt.
Wichtig: Das Formular ist eine Arbeitsvorlage aus meiner Kommunikationspraxis und keine Rechtsberatung. Ich kann und möchte nicht garantieren, dass es für jeden Einsatzfall vollständig oder rechtssicher ist. Organisationen sollten prüfen, welche rechtlichen und datenschutzrechtlichen Anforderungen für ihr konkretes Projekt gelten – bei Unsicherheit gegebenenfalls mit fachlicher oder juristischer Beratung.
Die ausgefüllten und unterschriebenen Einverständniserklärungen müssen so lange aufbewahrt werden, wie die Bilder genutzt werden. Das ist deswegen wichtig, weil nachvollziehbar sein muss, dass zum Zeitpunkt der Aufnahmen ein Einverständnis vorlag. Wenn Eltern – oder inzwischen volljährige Kinder – das Einverständnis später zurückziehen, müssen die jeweiligen Fotos sofort aus den einzelnen Bereichen gelöscht werden. Um sicherzugehen, dass die Fotos später zugeordnet werden können ist es sinnvoll, sich die Namen der abgebildeten Kinder zu jedem verwendeten Foto zu notieren.
Mein Ziel war es eine Vorlage zu schaffen, die gut verständlich für alle Beteiligten ist und deswegen auch gerne unterschrieben wird.
| Bitte beachten: Dies ist eine allgemeine Vorlage und keine Rechtsberatung. |


















